Stellungnahme zum Artikel der Böhmezeitung vom 26.10.2019 – Die unheimliche Nähe lokaler AfD-Vertreter zum „Flügel“-

Jahrzehntelang habe ich Ihre Zeitung mit ihrer fast neutralen Berichterstattung gerne gelesen, seit gestern aber würde ich diese lieber im Briefkasten liegen lassen oder am besten gleich kündigen.

Es ist schon erstaunlich, welche Energien linke Journalisten an den Tag legen, um einen Tag vor der Thüringer Landtagswahl Wahlkampfhilfe für ihr Lager zu betreiben. Für mich ist dies Gesinnungsjournalismus erster Güte.

Folgende Frage ist zu stellen:

Weshalb bekommt ein Journalist aus dieser Richtung die Titelschlagzeile in Ihrer Zeitung?

Es ist schon sehr erstaunlich, zu welchen Aussagen und Kommentaren die Teilnahme an einer AfD-Wahlkampfveranstaltung und ein Erinnerungsfoto führen können. Grenzwertige Aussagen von Höcke teile ich nicht, aber wir sind eben eine Partei mit konträren Meinungen und kein „Merkelabklatschverein“.

Ich hoffe, dass dieser unfaire Bericht in Stasimanier die berühmte Ausnahme ist und sie eine Richtigstellung in Ihrer Zeitschrift vornehmen, um wieder in neutrale „Fahrwasser“ zu gelangen.

Aus der anschließenden Antwort der Redaktionsleitung der Böhme Zeitung – Jörg Jung-

==============================================================

  1. Meine Gegendarstellung wird nicht veröffentlicht
  2.  Aussage von Jörg Jung: Der Unterschied zwischen der AfD und der CDU, die Sie als „Merkelabklatschverein“ bezeichnen, ist, dass es bei Ihnen eine rechtsextremistische/völkische und damit antidemokratische und antirechtsstaatliche Strömung gibt, die an Einfluss gewinnt. In diesem Zusammenhang geht es daher nicht lediglich um „konträre Meinungen“, wie Sie schreiben, sondern um die Grundsatzfrage, ob faschistische (zu denen Höcke ja laut Gericht zählt) Teil einer Partei sein dürfen, die sich offiziell für demokratisch hält. Die Böhme-Zeitung hält daher auch in Zukunft an einer solchen Berichterstattung über die AfD des Heidekreises fest.