Standortfindung HKK

Stellungnahme der AfD Stadtratsfraktion Soltau

zum Krankenhaus Standort Fallingbostel

Soltau, den 04.06.2020

Der sich abzeichnende HKK Standort bei Fallingbostel stinkt zum Himmel. Mit einem vom HKK Geschäftsführer Rogge in Auftrag gegebenen Gutachten mit angeblich sorgfältig recherchierten Zahlen, Fakten und Hintergründen soll sachlich bewiesen werden, dass der obige Standort der bestmögliche im ganzen Heidekreis ist.

Wir glauben ihm nicht, vielmehr halten wir die Hauptakteure, die dann auch noch in Walsrode wohnen oder aktiv sind, für ganz klar südkreislastig und ihre eigenen Interessen verfolgend. Das ganze Gutachten kommt mit der alten Redewendung „wess´ Brot ich ess, dess´Lied ich sing“ zum gewünschten Ergebnis.

Die Böhme-Zeitung leistet hier übrigens ganz hervorragende Recherchearbeit und vertritt eine ähnliche Linie wie wir. Sehr gut, wie jetzt ein Jurist auf ihr Betreiben den Heidekreis an seine Verpflichtung zur öffentlichen Daseinsvorsorge für den ganzen Heidekreis erinnert hat.

Wir glauben, ein Heidekreisklinikum bei Fallingbostel führt zu einer deutlichen Attraktivitätssteigerung der Region Walsrode, wobei Walsrode und Fallingbostel wahrscheinlich langfristig zusammenwachsen werden und mit der Aufnahme von Bomlitz ins Stadtgebiet schon ein erster Baustein gesetzt wurde. Es soll das Glanzstück des gesamten Heidekreis werden.

Jedem sei gegönnt, das Bestmögliche aus seiner Region zu machen. Geht dies allerdings auf Kosten unseres Nordkreises, sollten wir als Bewohner des Heidekreises, die dieser Gebietskörperschaft ebenfalls verpflichtend Steuern zahlen, dieses nicht einfach hinnehmen.

Der Südkreis ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie stark selbst Lokalpatriotismus bereits wirken kann. Die Bürgermeisterin Spöring vertritt leidenschaftlich, überzeugend und entschlossen ihre Interessen und droht auch schon mal mit einem Anwaltsbüro, während Soltau zu sehr an ein „rechtstaatliches Verfahren“ geglaubt und zu lange stillgehalten hat. Das sich andeutende Ungemach haben wir bereits mit unserem Antrag im Soltauer Stadtrat „Über Krankenhausstandort diskutieren“ im Mai letzten Jahres erkannt, der aber leider im Verwaltungsausschuss verworfen wurde. Wir hätten uns hiermit sicherlich auch wesentlich besser in Position gebracht – somit wurde die „Zeit verschlafen“.

So kommt Soltau wie 1977 schon wieder zu FAL(L)!

Den Standort Fallingbostel können wir als Nordkreisler nicht mittragen, vielmehr ist Dorfmark, wie auch die Böhme-Zeitung immer wieder betont, der optimale Kompromiss. Er könnte den alten Nord-/Südkreiskonflikt, der einfach spürbar vorhanden ist und nicht weggeredet werden kann, vielleicht langfristig heilen. Wir wollen nicht wieder die Verlierer sein, deshalb sollten wir uns mit aller Konsequenz für eine faire Lösung einsetzen.

AfD Stadtratsfraktion/Bernhard Schielke