Soltauer Stadtrat am 04.04.2019 – Antrag wegen Reit- u. Fahrverein Soltau-Interessen gefährdet ? Wortbeitrag Bernhard Schielke

Die Ängste des Reit- und Fahrvereins Soltau können wir nachvollziehen. Es geht hier insbesondere um evtl. spätere, vielleicht jetzt noch nicht zu sehende Klagemöglichkeiten der neuen Anwohner wie z.B. wegen erhöhtem Lärm, wegen starker Gerüche etc., die dem „RuF“ sorgenvoll in die Zukunft blicken lässt.

Seit rd. 65 Jahren hat der „RuF“ seinen Sitz auf dem Gelände der Winsener Str. und nutzt seitdem das fünf Hektar große Areal ununterbrochen als Reitanlage und Turnierplatz.

Für Soltau als aufstrebendes Mittelzentrum sind selbstverständlich solche Baumaßnahmen wie jetzt an der Winsener Str. unverzichtbar. Wir sollten aber trotzdem Wege finden, auf die Belange des schon so lange etablierten Vereins Rücksicht zu nehmen. Mit unserem Antrag wollen wir eine Berücksichtigung der Interessen des „Altanliegers RuF“ erreichen und haben hierzu Lösungsvorschläge, deren Möglichkeit und Sinnhaftigkeit noch von der Verwaltung zu prüfen sind.

Als Idee , die Klagemöglichkeiten ohne wenn und aber auszuschließen, wäre u.E. z. B. die Eintragung einer sogenannten beschränkt persönlichen Dienstbarkeit in Abt. II des Grundbuches, die dann eine festgeschriebene Inkaufnahme bestimmter Belastungen durch Lärm oder anderer Immissionen z. G. des „RuF“ ermöglichen würde.

Auch könnte nochmal geprüft werden, in wie weit noch eine andere Straßenführung oder Abstandsgrenze möglich ist. Zum Beispiel die von der „RuF“ bereits vorgeschlagene Haupterschließungsstraße zwischen ihrem Grundstück und neuer Wohnbebauung/ die anderen Straßen dann als stark verkehrsberuhigte Stichstraßen auszuweisen.

Vielleicht kann man im Zusammenhang mit dem zuletzt genannten Änderungsvorschlag auch noch etwas für die Anlieger im Kantweg tun und dem von Frau Horn im letzten Jahr gestellten Antrag hinsichtlich Anlage eines schmalen Pfades für Fußgänger und Fahrradfahrer entsprechen.

Entscheidung des Stadtrates:

Verweisung in den Bauausschuss