Heutige Sitzung Jugendhilfeausschuss

 Frühe Hilfen -Zweite Projektphase
in Schwarmstedt – Kostenlose Beratung und Hilfe für Schwangere und Familien / Mütter mit Kindern im Alter von 0-3 Jahren
Ich hatte schon vor einem Jahr erste Projektphase abgelehnt. Dieses Programm ist völlig überbordend. Auch über die Themen der Beratung,, wie Gewichtskontrolle, Umgang mit Ämter/Behörden, Hygiene, Begleitung zu Ärzten, Bewältigung Alltagsstruktur, lässt   sich streiten. Die Kosten dieses Projekts waren in der Zeit von April 2019 bis Januar 2020 bei durchschnittlich 3 Beratungen mtl. rd. 2000 Euro, d.h. pro Beratung rd. 700 Euro. Bei den HH-Zahlen des Landkreises eine absolute Katastrophe. Zwar ist eine 50 % Landesförderung beantragt, die aber noch nicht genehmigt ist. Wir müssen aber auch immer an die Gesamtkosten denken, denn irgendwie finanzieren wir als Steuerzahler ja auch das Land Niedersachsen mit. Das Projekt wurde mit meiner Ablehnung und einer Enthaltung vom JHA bewilligt. Wir haben es ja?!
Bild könnte enthalten: 2 Personen, im Freien

Neubau KKH

Ich bin selbstverständlich für den Bau eines neuen KKH. Ein medizinisches Highlight in unserer Region ist für uns und wohl auch den nachfolgenden Generationen eine tolle Gesundheitsversorgung. Wir haben ja als Partei diesem zuletzt auch im Kreistag zugestimmt.

Aber mit dem jetzigen Standort KKH bin ich absolut nicht einverstanden. Hiermit hat man den in Sachen Krankenhaus den unterschwellig bestehenden Nord-Südkreis-Konflikt wieder angeheizt. Das sogenannte Fingerspitzengefühl fehlt hier vollends. Mit dieser Entscheidung prosperiert nur der Südkreis mit seinem Mittelpunkt Walsrode. Der gesamte Nordkreis mit seinem Herz Soltau verliert hierbei viel zu viel.

Einen wirtschaftlichen Erfolg des neuen super ausgestatteten KKH in Fallingbostel mit einem Patientenzuwachs aus dem doch mit vielen Krankenhäusern gut situierten Region Hannover zu begründen, halte ich für sehr vermessen. Man sollte lieber die vielen „eingeschnappten“ Bürger des Nordkreises in Abzug bringen.

Einen Standort Dorfmark mit dem Argument zu verwerfen, dass Fachkräfte (Ärzte u. Krankenpfleger) dort aufgrund der fehlenden Infrastruktur nicht kommen werden, halte ich für her gesucht. Es ist allgemein bekannt, dass Fachkräfte auch längere Arbeitswege in Kauf nehmen.

Unsicher machen mich auch die sehr stark abweichend unterschiedlich aufgerufenen Baukosten.

Fakt für mich ist aber auf jeden Fall, für unseren Landkreis kommen auch nach Abzug der Zuschüsse weitere langfristige Verbindlichkeiten hinzu und das bei unserer bereits jetzt schon vorhandenen langfristigen hohen Verschuldung.

Dies schlägt sich über die Kreisumlage auch für die im Heidekreis ansässigen Kommunen durch. Auch diese werden damit in ihren Haushalten sehr stark beschnitten.

Solange sich nicht die gesamte Bevölkerung im Heidekreis mitgenommen fühlt, sollte die Politik auf ein neues HKK mit höheren Schulden verbunden verzichten.

Bernhard Schielke

Soltau, den 10.06.2020